Forderungen der Studierenden

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Sanierung der finanziellen Misere an den Universitäten. Sofort!
Die Universitäten brauchen unverzüglich ausreichende finanzielle Unterstützung, um ihren Aufgaben in Lehre und Forschung nachkommen zu können!

Priorität für Bildung!
Wir benötigen keine Eliteuniversitäten, sondern verlangen endlich seriöse und dauerhafte Schwerpunktsetzung für die bestehenden Universitäten!

Freier Hochschulzugang ohne Hürden!
Die Gesellschaft darf ihre Verantwortung gegenüber den Hochschulen nicht abgeben! Der freie Hochschulzugang muss gesichert und auch entsprechend finanziell gestützt werden. Sämtliche Hürden, wie insbesondere die Studiengebühren, müssen fallen!

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Mehr als 1.000 Studenten haben am Donnerstag in Wien gegen die Studienbedingungen an den Unis demonstriert. Initiiert wurde der Protest von der Studienrichtungsvertretung des Publizistik-Instituts an der Uni Wien, Unterstützung kam von der Österreichischen Hochschülerschaft, diversen Jugendorganisationen sowie von SPÖ und Grünen. Die ÖVP sieht deshalb eine "parteipolitische Vereinnahmung".

Nach Schätzungen der Polizei zogen rund 1.000 Studenten von der Uni Wien über Bildungsministerium und Ballhausplatz wieder zurück zur Universität, die ÖH sprach gegenüber der APA von rund 1.600 Teilnehmern. Entzündet hatte sich der Unmut der Publizistik-Studenten an der Betreuungssituation an ihrem Institut, auf Grund derer die Lehrenden keine Anmeldungen für Diplomarbeitsthemen mehr entgegen nehmen.

Bei der Demonstration wurde die sofortige "Sanierung der finanziellen Misere an den Unis" sowie die Rücknahme der Studiengebühren gefordert. Das "Chaos" an den Universitäten müsse ein Ende haben, hieß es im Demo-Aufruf. Die meiste Kritik richtete sich gegen Bildungsministerin Gehrer und Finanzminister Grasser.

Unter die Studenten mischten sich auch SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal, SPÖ-Familiensprecherin Kuntzl, der Grüne Wissenschaftssprecher Grünewald sowie die stellvertretende Parteiobfrau der Grünen, Glawischnig. "Gehrer kümmert sich nicht mehr um die Unis, sie ist offensichtlich nicht bereit, sich mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser um das Uni-Budget zu streiten", sagte Broukal.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin Brinek meinte dagegen, dass die Regierung die Anliegen der Studierenden sehr wohl ernst nehme. Das Budget der Unis sei 2004 um sechs Prozent gestiegen. Zudem müsse "die Opposition endlich einsehen, dass die derzeitige akute Situation ein einzelnes Institut an der Universität Wien, nämlich die Publizistik, betreffe". (Quelle APA)
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