Der letzte österreichische Kaiser, Karl I soll von Papst Johannes Paul II wurde selig gesprochen. Vor allem seine ausdrückliche Rechtfertigung des Einsatzes von Giftgas im Ersten Weltkrieg stellt diese Entscheidung für viele in Frage. Die Isonzo-Schlacht im Jahr 1917 wurde trotz des Einsatzes von Giftgas als "Wunder von Karfreit" zum heroischen Sieg verklärt. ÖVP/FPÖ-Politprominenz hat sich angekündigt dem Schauspiel dieser Seligsprechung ein Stelldichein zu geben.

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Proteste in Wien

Gegen 10:00 Vormittags fanden sich etwa 10-15 Menschen am Stephansplatz/Ecke Haashaus ein um ihren Unmut über die Seeligsprechung kund zu tun.Ausgestattet mit Gasmasken und klerikalem Utensil wurde der Unmut manifestiert. Flugblätter mit der Aufschrift: "Chlor-Reicher-Karl - Massenmörder und Kriegsverbrecher", in Anspielung auf den Giftgas Einsatz während des 1. Weltkrieges, wurden mitgeführt dürfen aber laut Staatspolizei nicht verteilt werden, da die Kundgebung nicht angemeldet war.


 



Was in Rom geschah

Papst Johannes Paul II. hat den letzten Kaiser von Österreich, Karl I., selig gesprochen. Im Rahmen einer Messe auf dem Petersplatz bat Teodoro de Faria, Bischof von Funchal auf Atlantik-Insel Madeira, wo der Habsburger-Monarch 1922 verstarb, den Heiligen Vater die entsprechende so genannte Promulgationsformel zu sprechen.

Etwa 300 Mitglieder der Familie Habsburg sowie Ehrengäste aus dem europäischen Hochadel sind nach Rom gekommen, etwa Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein und die Witwe des früheren belgischen Königs Baudoin I., Fabiola.

Aus Östereich waren zwischen 6.000 und 10.000 Personen anwesend.

Quelle: http://www.apa.at/


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