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18. Dezember: Kundgebung für EKH. |
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Dieser Bericht ist dem online Tatblatt entnommen:
http://tatblatt.net/widerstandschronologie/chronik2004.html#041218
Einige hundert solidarische Leute fanden sich ab 14.00 Uhr am langen Einkaufssamstag am Beginn der Mariahilfer Straße ein. Wie erwartet war der Zugang zur Mariahilfer Straße hermetisch abgeriegelt. Trettgitter und eine dichte Reihe an PolizistInnen bildeten eine Barriere. An den beiden Rändern konnten am Gehsteig WeihnachtseinkäuferInnen die Sperre jedoch passieren. Vom Westbahnhof und den U-Bahn-Stationen kommend kam ein steter Schwall an Einkaufswütigen an der Kundgebung vorbei. Das Aussehen der Kundgebung war geprägt von den verteilten 300 roten Weihnachtszipfelmützen und kostümierten Weihnachtsmenschen und Engerln. Während der ganzen Zeit verteilten AktivistInnen Flugblätter an die verwirrten EinkäuferInnen. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung und längerem Herumstehen setzten sich etwa 150 Leute in Richtung Polizeisperre in Bewegung. Das reichte, um die Polizei zu bewegen, den Zugang zur Mariahilfer Straße komplett abzuriegeln. Die nun behelmten PolizistInnen hatten alle Mühe den Leuten zu erklären, warum sie nicht mehr in das Einkaufsparadies gehen durften. Vielen PassantInnen blieb es ein Rätsel, wie es zu solch einem martialischen Polizeiaufgebot kommen konnte. Die Weihnachskostümierung erfüllte ihren Zweck, den massiven Polizeieinsatz lächerlich zu machen.
zu den Fotos
Ursprünglich war geplant, eine Demonstration zuerst über den Gürtel und danach parallel zur Mariahilfer Straße in Richtung Innenstadt zu führen. An beiden Seiten des Gürtels waren jedoch große Polizeikräfte in Bereitschaft und so wurde dieser Plan fallen gelassen. Einen Alternativplan dazu gab es, er konnte jedoch mangels Beteiligung an der Vorbereitung nicht umgesetzt werden. Eigene Ideen von DemonstrantInnen gab es auch keine, so blieb es bei einer Standkundgebung an diesem Tag. Das war insofern schade, da auch an diesem Tag noch etwas anderes möglich gewesen wäre. Lange Zeit war der Zugang zur Mariahilfer Straße nicht komplett abgesperrt. Selbst Leute, die offensichtlich der Kundgebung angehörten, konnten die Sperre passieren. Ein langsames Einsickern in die Einkaufsmeile mit anschließenden Spontanaktionen wäre möglich gewesen. Diese Idee scheiterte sowohl an der mangelnden Planung als auch an der Ideenlosigkeit der KundgebungsteilnehmerInnen.
Auch wenn viele TeilnehmerInnen jetzt frustriert über die Demovorbereitung schimpfen, der 18.12. war durchaus ein Erfolg. Die Idee bei dieser Aktion war, den geregelten Ablauf an diesem letzten Weihnachtssamstag soweit wie möglich zu stören. Und das haben die eingesetzten 900 BeamtInnen zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Tausende Einkaufswütige wurden zumindest für kurze Zeit aus ihrem Weihnachtsrausch gerissen und viele von ihnen wurden mit den Flugblättern zum ersten Mal mit dem EKH konfrontiert. Mit dieser Kundgebung ist das EKH auch wieder in die kommerziellen Medien gekommen, was mit der Demo am 12. November nicht gelungen ist. Ein mehr an "action" (was viele KundgebungsteilnehmerInnen vermissten) kann wohl mit diesem Organisierungsgrad in den autonomen Strukturen nicht erreicht werden. zu den Fotos
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Dieser Bericht ist dem online Tatblatt entnommen:
http://tatblatt.net/widerstandschronologie/chronik2004.html#041218
Da es auch in der TATblatt-Redaktion einige frustriert auf die Demovobereitung schimpften, hier auch noch der erste Kurzbericht von einem Anderen vom TATblatt: Irgendwie fiel die EKH-Solidemo diesmal vor allem der eigenen Konzeptlosigkeit zum Opfer. Obwohl klar war, dass zwar das Sammeln im Rahmen einer von den Grünen angemeldeten Kundgebung am Beginn der inneren Mariahilfer Straße beim Westbahnhof möglich sein werde, die beabsichtigte Tour durch die Mariahilfer Straße von der Polizei jedoch zu verhindern versucht werden wird, gab es letztendlich keine praktikablen Ideen, die Demo doch noch in irgendeiner Form durchzuführen. So war von Anfang an die innere Mariahilfer Straße von einer dichten Kette von Polizei- und Gendarmerie-BeamtInnen abgeriegelt. So um 15.30 Uhr - also eineinhalb Stunden nach dem angekündigten Demobeginn - sperrten die Behören auch noch die anderen Gassen und Straßen zur Kundgebung ab. Die U-Bahn-Abgänge wurden ebenfalls verriegelt. An einzelnen Stellen wurde es erlaubt, einzeln den Kessel zu verlassen. Nach offizieller Beendigung der Kundgebung wurde das Weggehen allen TeilnehmerInnen ermöglicht. Um 16.30 Uhr wurde auch die Polizeisperre Richtung Gürtel wieder aufgelöst. Die Mariahilfer Straße blieb weiter gesperrt. Insgesamt waren zwischen 500 und 1000 DemonstrantInnen gekommen. Eine genauere Zahl ließ sich bei der dicht gedrängten Menge nicht ermitteln.
zu den Fotos
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