The Faint

Omaha, Nebraska, klingt alles andere als eindrucksvoll. Ist es auch nicht. Aber wie so oft entwickeln sich in den langweiligsten Gegenden die aufregendsten Dinge. Omaha ist in etwa das amerikanische Weilheim. Etwas mehr besiedelt, aber immer noch weit genug ab vom Schuss, um in einem abgeschlossenen System etwas Eigenständiges aufzubauen. Die Schuld an der blühenden omahischen Szene kann man ohne mit der Wimper zu zucken dem ortsansässigen Label Saddle Creek Records (früher Lumberjack) in die Schuhe schieben, das mit Bright Eyes bereits auch hierzulande Aufsehen erregen konnte.



 



 



The Faint verstehen es, den Achtzigern unaufdringlich zu huldigen und lassen diesen unabstreitbaren Einfluss mit dem gegenwärtigen Sound verschmelzen, ohne mit zu viel Retro in die Peinlichkeit abzurutschen. Auch außerhalb von Omaha mausern sich die Nebraskaner zu einer der aufregendesten Bands des amerikanischen Undergrounds und können sich an einer stetig wachsenden Fananzahl erfreuen. Während man vor kurzem noch vor ganzen sechs Leuten in den schäbigsten Bars des Landes spielt, füllt man jetzt schon locker die 1000er-Hallen.

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Und das, obwohl man nicht aus New York stammt. Während so ziemlich alle großen Majors bereits in Nebraska Füße lecken, entscheiden sich The Faint gegen das Geld und signen beim Berliner Indie City Slang, das "Danse Macabre" am 4. November in Europa veröffentlicht. Gleichzeitig geht es mit den Labelmates von Radio 4 auf Tournee durch Deutschland.

Nach fast dreijähriger Auszeit kehren The Faint im September 2004 mit "Wet From Birth" zurück, um die Tanzböden der Indie-Welt zu beschmutzen. Für den kreativen Prozess haben sich die Fünf angeblich fast ein Jahr lang in einer alten Lagerhalle verbarrikadiert. So klingt die Scheibe auch, dreckige Synthies rollen über fiese Beats, nur um von den punkigen Gitarren zerfetzt zu werden.

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