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Monta |
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Tobias Kuhn ist MONTA. MONTA, der begnadete Songwriter, der uns mit seinem Debütalbum „Where Circles begin“ ein bemerkenswertes, sehr intimes Stück Musik geschenkt hat. MONTA, der Geschichtenerzähler, der es wie kaum ein anderer schafft, mit seinen Songs Atmosphäre zu kreieren. Wenn man seine Augen schließt um sich vollkommen darauf einzulassen, dann kann man sie sehen, die Protagonisten seiner Songs – wartend, liebend, verendend, neue Kraft schöpfend …
seine grandios Band: (wow All-stars!)
- michi von nova international am klavier - alex von angelika express an den drums - markus von cosmic casino am bass
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mehr fotos dieser wundervolle Text entstammt der Feder bzw den Tasten von Manu W. Big Thank You!
Immer und immer wieder kommen diese Bilder zurück, ein ewiger Kreislauf, ohne Anfang und Ende. Doch über jeder Zeile, über jedem Wort hängt sie wie ein Schutzfilm – die Hoffnung. Hoffnung auf ein besseres Leben. Jene Hoffnung, die Tobias Kuhn nie zur Ruhe kommen lässt, die ihn stets vorantreibt: „Man hat immer die Hoffnung, dass es woanders besser ist, als dort, wo man sich gerade befindet. Dabei handelt es sich aber um einen Trugschluss. Wenn ich nämlich woanders bin, dann vermisse ich sehr schnell mein Zuhause und die Geborgenheit meines Zuhauses.“ Mit dieser Misere lebt MONTA schon seit Jahren und „Where Circles begin“ ist Ausdruck für das Fehlen des dafür adäquaten Lösungsansatzes. Melancholisch ist Tobias aber nicht, eher nostalgisch: „Ich trauere oft der Vergangenheit hinterher. Es kann schon vorkommen, dass ich mir wünsche, noch einmal 18 zu sein.“
mehr fotos Jene Zeit also, welche ich hier im musikhistorischen Kontext als „die Frühphase von MILES“ (Anm.: Tobias Kuhn ist auch Sänger und Gitarrist der deutschen Indierock-Heroen MILES) betitle. „Damals, als wir mit MILES angefangen haben, wusste ich nicht so wirklich, wie ich mich auf einer Bühne geben sollte und war sehr schüchtern. Dementsprechend hatte ich auch keinen Spaß daran...“, erinnert er sich. „Mittlerweile weiß ich aber, warum ich das alles mache“, fügt er hinzu. Die Herangehensweise an diese Platte war diesmal aber anders als von MILES gewohnt, zumal sich Tobias als erstes der Textproduktion widmete: „Ich habe die Texte in den letzten 1,5 Jahren verfasst, als ich mich in Grenzsituationen befand und die Dringlichkeit verspürte, mir alles von der Seele zu schreiben.“ Mit den fertigen Texten im Gepäck ging’s dann ab nach Klagenfurt zu Musikerkollegen und langjährigem Freund Herwig Zamernik, um gemeinsam an den Song-Arrangements zu arbeiten. „Ich bin ohne ein Instrument mitzunehmen nach Klagenfurt gefahren, völlig unvorbereitet. Dort habe ich mir dann die Gitarre zur Hand genommen oder mich ans Klavier gesetzt und einfach Akkorde gespielt. Durch diese Herangehensweise kann man die Aussagekraft eines Liedes viel besser arrangieren und instrumental verstärken. Wir haben Musik gemacht wie früher: Ohne großartig über Mechanismen nachzudenken, wie, dass der Refrain mehr ballern muss oder so.“, erzählt er. Nach einigen Sekunden Nachdenkpause fügt MONTA hinzu: „Dadurch, dass Herwig nicht mit mir in einer Band spielt, war es natürlich viel einfacher mit ihm zusammenzuarbeiten.“
mehr fotos Das war mein Stichwort: Wie sollte es denn nun mit MILES weitergehen, nachdem Gilbert nach 13 Jahren die Band verlassen hat? Tobias: „Ach, es ist schwierig. Gilbert ist trotzdem noch einer meiner besten Freunde. Einerseits verstehe ich, dass er nach so langer Zeit einfach keine Kraft mehr aufbringen konnte, da MILES ja nie so wirklich erfolgreich waren. Andererseits ist es aber irgendwie ein komisches Gefühl, weil ich mit ihm im Alter von 15 Jahren die Band gegründet habe und nicht weiß, ob ich ohne Gilbert so weitermachen kann wie bisher. Anfangs war ich der festen Überzeugung, dass wir das auch ohne ihn schaffen, aber mittlerweile bin ich mir da aber nicht mehr so sicher…“ Erschwerend kommt hinzu, dass das letzte MILES-Album „Don’t let the Cold in“ von einem kleinen Indie-Label herausgebracht wurde, welches mittlerweile Pleite gegangen ist: „Wir haben keinen Vorschuss bekommen und das Geld von 8000 in Deutschland verkauften Platten ist auch weg. Ob wir von V2-Japan das uns zustehende Geld bekommen ist ebenfalls noch nicht geklärt. Das ist halt schon niederschmetternd, weil man ohne Einkommen keine neue Platte aufnehmen kann.“ Auf die Frage, ob er insgeheim hoffe, mit MONTA erfolgreicher zu sein als mit MILES zeigt er sich nachdenklich und bescheiden: „Klar hofft man, Erfolg zu haben. Aber was ist schon Erfolg? Künstlerische Anerkennung und Respekt sind schon toll. Ich verkaufe nicht viele Platten, spiele auch nicht vor 1000 Leuten, aber solange ich direktes Feedback bekomme und Leute sagen >Hey, der Typ steht für das was er macht - das ist sein Ding< ist mir das schon sehr viel wert.“ Die Termini „Soloprojekt“ bzw. „Nebenprojekt“ findet Herr Kuhn übrigens „sehr nervig“. MILES ist für ihn zwar „ein wichtiger Bestandteil seines Lebens“, jedoch will er, wie mir scheint, MONTA durch derartige Begrifflichkeiten nicht degradieren. „Letztendlich“, sagt Tobias Kuhn, „bin ich nämlich Musiker.“ mehr fotos
Die Zukunft von MILES ist ungewiss, der Erfolg MONTAS - so sehr ihm dieser auch zu wünschen ist - steht in den Sternen. Trotzdem entnehme ich Tobias Worten den unbändigen Willen weiterzumachen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Always remember: GOOD BOYS STRIKE BACK!
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