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JONAS GOLDBAUM sind die richtige Band zur richtigen Zeit. Inmitten der Banalitätenflut, die deutschsprachiger Gitarren-Pop dieser Tage über uns ausgiesst, sind die 11 Lieder des Debütalbums „Tower an Bodenpersonal“ anders, erfrischend anders. Die drei Wahlwiener mit – Rarität! – einem echten Wiener am Baß leiten ihr Popverständnis nicht von einem faulen Konsens ab, bei dem es alle allen möglichst „professionell“ recht machen und bei dem vor lauter Dauergrinsen keiner mehr den Mund aufkriegt. Der Pop von JONAS GOLDBAUM hat mit Reibung zu tun, mit Reibung am ewigen Thema Liebe, aber auch mit Reibung an der Welt, der grossen und der kleinen. „Wenn die ganze Welt brennt“ heisst eines ihrer famosen Lieder und die vier jungen Herren spielen mit soviel Nachdruck, dass so ein Titel nicht zur leeren Geste verkommt, im Gegenteil! Der Pop von JONAS GOLDBAUM rockt. Um nicht zu sagen „wie die Hölle“ bemühen wir hier jetzt lieber den Himmel, nach dem sich Sänger Arne Lechner im Text der ersten Single „Sternenparties“ explizit streckt. Ein Himmel, der in diesem Fall nicht voller Geigen, sondern voller Gitarren hängt. JONAS GOLDBAUM haben keinen Schiss vor den grossen Gefühlen. Gaukeln uns aber auch keine falsche Naivität vor. Oder wie sie es auf ihrer Homepage so treffend formulieren: „Wie so viele andere würden auch wir gerne die Welt verbessern und sie zu einem besseren Ort machen. Ob das gelingt, ist freilich fraglich. Denn was immer unsere Songs auch bedeuten oder darstellen mögen: Sie werden die Menschen nicht ändern, die Bösen nicht besser machen, die Gewalttätigen nicht sanfter und die Gierigen nicht genügsamer werden lassen. Dafür mag der eine oder andere sie mitunter scheissgeil finden. Das wäre schön.“ Diese Ambition(en) umzusetzen, daran arbeiten JONAS GOLDBAUM seit dem Sommer 2002. Und nach einer Menge Konzerte, einer selbstproduzierten EP - „Mein Geschenk“ wurde gerne im Radio (FM4 – wo sonst?!) gespielt - gibt es jetzt auf „Tower an Bodenpersonal“ mehr als genug zum „scheissgeil“ finden. Egal ob „Eine neue Zeit“, „Taucher im Meer“, „Nordpol“ oder den superben Bonustrack (all killer, no filler!). „Tower an Bodenpersonal“ von JONAS GOLDBAUM ist schlicht das lässigste Debüt einer heimischen Gitarrenband seit langer, langer Zeit. Wort!
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